Regionaler Internet Exchange für das Rheintal
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Was ist Peering?

Unter dem Begriff Peering (engl. peer = gleichrangig) versteht man den Zusammenschluss von gleichrangigen Computernetzwerken zwecks Datenaustauschs, z.B. zwischen zwei Internetzugangsanbietern).


Schema interkonnektierender autonomer Systeme

Dabei wird der Datenaustausch kostenneutral (ohne gegenseitige Zahlungsansprüche) zwischen (meist) gleich großen Providern durchgeführt, ungeachtet der Herkunft der Datenpakete. Dazu wird meist ein so genanntes „Peering-Agreement“ geschlossen, welches die beidseitige Nutzung vertraglich regelt.

Es ist allerdings durchaus möglich, dass ein großer Provider (Tier-1) mit einem kleineren Provider (Tier-2) Daten austauscht, weil er entweder daraus selber einen Nutzen ziehen kann oder von dem kleineren Partner für seine Dienste Geld verlangen kann (Paid Peering).

Ein regelmäßiger indirekter Datentransfer zwischen unterschiedlich großen Providern wird dagegen oft nach Datenmenge / Bandbreite abgerechnet und Transit genannt.

Technik

Der Datenaustausch zwischen den Providern geschieht meist über Peering Points (PP) oder Internet Exchanges (IX) (auch Internet-Knoten genannt), an die eine Vielzahl (mehrere hundert) weiterer Teilnehmer angeschlossen sein können. Die Anzahl der möglichen Peering-Agreements an einem Internet-Knoten wächst mit dem Quadrat der Anzahl der angeschlossenen Teilnehmer. Bei einer Tabelle, die alle Peering-Agreements darstellt, spricht man daher von einer Peering-Matrix (n*(n-1) mögliche Einträge). Routinginformationen werden über das Border Gateway Protocol (BGP) ausgetauscht.

Der größte Peeringpunkt in Deutschland ist der DE-CIX in Frankfurt. Weitere Beispiele sind der AMS-IX in Amsterdam oder der SwissIX in der Schweiz.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Peering